Mittwoch, 16. Oktober 2013

Vier


Ich wache auf und kann meinen Kopf nicht bewegen, weil mein Nacken so sehr schmerzt. Was soll das? Zu Beginn des Jahres war ich so motiviert, wollte selten krank sein. Und jetzt? Nichts damit. Mein Naacken pocht, ich kann meinen Kopf weder heben noch senken und die Schmerzen ziehen bis in die Schultern.

Eigentlich wollte ich nicht zum Arzt, da ich erst ab dem dritten Tag ein Krankschreiben brauche, aber hurra, hurra! Mein schlechtes Gewissen meldet sich wieder einmal. Ich soll es wenigstens abklären lassen, flüstert es mir ins Ohr und verbockt mir damit wahrscheinlich den ganzen Vormittag, den ich zum Lernen hätte gut gebrauchen können.

Apropos lernen: Morgen schreibe ich eine Klausur und kann fast nichts. Heute Abend soll ich zur Theoriestunde in die Fahrschule. Am Montag muss ich auf der Arbeit etwas machen worauf ich mich vorbereiten soll. In zwei Wochen schreibe ich meine Theorieprüfung für den Führerschein. In drei Wochen soll ich einen achtseitigen Bericht abgeben, für den ich ebenfalls, wer hätte es gedacht, noch nichts getan habe. Ich ärgere mich gerade so sehr über mich selbst. Ich ärgere mich darüber, dass ich so faul bin und alles, aber auch wirklich alle meine Pflichten so lange hinauszögere, bis mir alles zu Kopf steigt und ich es nicht mehr rechtzeitig schaffe.

Nun habe ich um 11 Uhr einen Termin beim Hausarzt. Ich gehe hin, obwohl ich das hasse. Das Warten, das unangenehme Gefühl, wenn man dem Arzt die ganze Story erzählt. Ich hasse das. Ich fühl mich richtig beschissen gerade.

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