Ich sehne mich nach dem Winter. Ich mag die Kälte, die mich morgens umhüllt und tief in meine Lungen kriecht.
Ich habe Hunger. Warum ich mir das gerade antue, weiß ich selbst nicht. Es ist blöd, so blöd. Im Grunde genommen weiß ich, dass es mir nichts bringt. Dass ich vielleicht etwas abnehmen kann, anschließend das doppelte Gewicht wieder zulege und eine weitere Frustration einstecken muss.
Eigentlich weiß ich auch, dass es mir dadurch nicht besser gehen wird, dass ich derselbe Mensch bleiben werde und mir keine plötzliche Problemlösung präsentiert werden wird.
Ich hänge also hier rum, habe schrecklichen Hunger und weiß, dass es eigentlich lächerlich ist. Und doch bin ich irgendwie zufrieden. Zumindest bin ich nicht unzufrieden.
Jetzt bin ich doch unzufrieden, weil ich gefressen hab wie ein Schwein und es mir so geschickt nochmal durch den Kopf gehen ließ, dass ich mich jetzt fühle, als sei mein Kopf in Watte gepackt und als würden jetzt mit einem Schlagbohrer Löcher in mich geschrammt werden.

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